Home » Allgemein » Das Wunder von Reichelsheim

Das Wunder von Reichelsheim

Gestern fuhren wir als Tabellenvierter zu dem Tabellendritten auf die kleine jedoch wunderschöne gelegene Tennisanlage in Reichelsheim. Das uns ein schweres Spiel bevor stand, war uns mehr als bewusst. Aus diesem Grund hatten wir am Donnerstag, trotz des WM-Spieles der Deutschen Nationalmannschaft 2 Trainingseinheiten angesetzt und durchgeführt. Die Stammspieler Holger Schnellbächer und Holger Geilhorn standen uns für dieses Spiel leider nicht zu Verfügung. Ergänzt wurde die Stamm-Mannschaft der Herren 40 I um Martin Bahn und Stephan Leimgruber.

Mit Siegeswillen, jedoch auch mit gemischten Gefühlen im Bauch, fuhren wir nach Reichelsheim und wurden herzlich empfangen. Anspannung lag vor den ersten Spielen in der Luft, ein Spieler hatte sogar seine Schuhe vergessen. Die Schuhe kamen und unsere ersten Fans Petra und Dirk trafen ein. Dann gingen Alfred, Volker und Stephan mit starkem Siegeswillen auf die Plätze. Stephan holte sein Spiel in 2 Sätzen, Alfred und ich kämpften über 3 harte und lange Sätze und mussten unsere Spiele dennoch im 3. Satz abgeben. Nun starteten Markus, Udo und Martin.

Jetzt kam Andy, der beim Einzel pausierte, zu uns nach Reichelsheim, er schrieb mir am Donnerstag noch „Selbstverständlich werde ich am Sonntag mit nach Reichelsheim fahren um ggf. die Mannschaft im Doppel zu unterstützen.“ Ich freute mich sehr über sein Erscheinen und über seine Unterstützung. Meine rechte Wade hatte ich im dritten Satz leicht gezerrt, teilte Andy gleich mit, dass er Doppel spielt und ich ging beruhigt duschen, denn Udo führe in seinem Einzel mit 4:3 im ersten Satz und bei Martin sah es auch sehr gut aus. Nach dem Duschen hatte Martin bereits den ersten Satz gewonnen und Markus sein Spiel leider verloren. Alles sah nach dem geplanten 3:3 Spielstand nach den Einzelspielen aus. Nun ging ich frohen Mutes zu Udo – doch was war hier los? Udo bewegte sich wie ein Roboter auf dem Platz und unterlag seinem Gegner. Danach teilte mir mit, das er verletzungsbedingt kein Doppel spielen möchte.

Und jetzt? Wir lagen aussichtslos mit 4:2 zurück. Was nun – meine Wade zwickt und Udos Rücken schmerzte. So, ich wieder rein in die Klamotten und nun ging es an die Aufstellung der Doppelpaarungen Wir führten eine intensive strategische Doppelbesprechung durch, denn unsere geplanter und notwendiger Gesamtsieg lag in weiter Ferne, realistisch war er unerreichbar. Wer spielt mit wem und an welcher Position. Nachdem wir verschiedene Aufstellungsvarianten durchgespielt hatten entschieden wir uns dafür, dass Martin und ich das 1er, Alfred und Markus das 2er und Andy und Stephan das 3er Doppel spielen.

Zurück auf den Plätzen 1-3 stimmten wir unsere Spieltaktiken ab und stimmten uns jeweils auf die einzelnen Doppel ein. Nachteil, kein Doppel konnte den Spielstand der anderen Doppelpaarungen sehen. Martin und ich begannen souverän und holten den ersten Satz mit 6:0. Dann kam unser nächster Fan – Silke auf die Anlage. Martin wurde herzlich von Silke begrüßt. Wir führten im 2. Satz mit 5:2, als das Match vom Gegner verletzungsbedingt abgebrochen wurde das 1. Doppel war gewonnen.

Nun kamen auch noch unsere „3 kleinen Engel“ – na ja so klein sind sie ja auch nicht, Billy, Ralf und Ulli von den 30ern zur Unterstützung auf die Anlage. Alfred und Markus gewannen ebenfalls souverän ihr 2er Doppel.

Ups – jetzt stand es 4:4 und ein Gesamtsieg war wieder möglich. Wir schnell zum 3er Doppel. Und? Andy und Stephan hatten den ersten Satz knapp mit 7:6 gewonnen. Das heißt im Tiebreak. Wir alle, Mannschaftsspieler, Fans und „kleinen Engel“ standen aufgeregt und nervös als Zuschauer an Platz 3. Von außen kann man ja nichts machen. Oder doch? Selbstverständlich haben wir unsere Jungs auf dem Platz motiviert und aufgebaut. Unsere „kleinen Engel“ haben sogar laut die fehlenden Punkte zum Matchgewinn mitgezählt und Yalla, Yalla (Auf geht’s) gerufen. Durch ihre gegenseitig Motivation und der Unterstützung von außen haben Andy und Stephan in einem Krimi, besser konnte man das Drehbuch nicht schreiben, den 2ten Satz ebenfalls mit 7:6 für uns entscheiden.

Das „Wunder von Reichelsheim“ wurde zur Realität. Nach einem fast aussichtslosem 2:4 Rückstand haben wir durch eine taktisch sehr kluge Aufstellung, Konzentration und Siegeswillen das fast unmögliche möglich gemacht und den Gesamtsieg gegen Reichelsheim geholt.

Jungs und Fans das war eine Wahnsinnsleistung – einfach der Hammer

Nach dem Wunder ist vor dem Spiel. Am Sonntag geht es zuhause um 14:00 Uhr gegen den TC Ober Roden III. Es ist ein leichter Gegner, den wir aber nicht unterschätzen werden, denn auch dieses Spiel wollen wir wieder gemeinsam gewinnen.

Vielen Dank an die Mannschaftspieler und an unsere treuen Fans. Lasst uns am Sonntag wieder hochmotiviert in die Arena ziehen und den Gesamtsieg holen. Besonderen Dank an unsere Fans und „kleinen Engel“ die uns so positiv von außen unterstützen und motivieren. Bleibt uns bitte treu, wir spielen gerne für Euch und freuen uns über Euere Unterstützung.

Volker

Stephan und Andy